Effektstärke
Effektstärke/Effektgröße bezeichnet allgemein die Größe eines statistischen Effekts und soll für die praktische Relevanz von signifikanten Ergebnissen stehen.
Beim Bericht von statistischen signifikanten Ergebnissen gehört der Bericht der Effektgröße immer mit dazu.
Berichtet werden:
-Kennwerte; Grafiken; Irrtumswahrscheinlichkeit und Prüfgröße; Effektgröße
Maß der Effektgröße:
Cohen (1988) hat allgemeine Anforderungen an Maße der
Effektstärke formuliert
– dimensionslos (eine Zahl ohne Maßeinheit)
– unabhängig von der Maßeinheit der Daten.
– unabhängig von der Stichprobengröße (anders als die Prüfgrößen)
– hat ein Wert nahe Null, wenn die Nullhypothese beibehalten wird.
Beurteilung von Effektgrößen
Klein Mittel Groß
r .10 .30 .50
d .20 .50 .80
η2 .01 .06 .14
f .10 .25 .40
Beispiel:
Die Lehrer hatten gefordert, dass die neue Lehrmethode mindestens einen Effekt von drei Leistungspunkten erbringen muss, um die Einführung zu rechtfertigen. • Für die herkömmliche Lernmethode ist bekannt, – Mittelwert: 40 , Standardabweichung: 4 • Die geforderte Effektgröße ist also: (43- 40)/4 = 0,75 • In der von Cohen vorgeschlagenen Konvention entspricht dies einem großen Effekt.